UranUthan
Letzte Änderung: 28.10.2003

Hallo ihr Lieben
!

Du hast den Weg auf die Internetseite des Berliner Anti-Atom-Plenums gefunden. Wir sind eine offene linke Gruppe, die sich mit vielen aktuellen politischen Themen, nicht nur der Atomenergie-Nutzung, beschäftigt. Zur Zeit bringen wir uns z.B. beim PiRat, beim Berliner Sozialforum oder beim Anti-Hartz-Bündnis ein.

Wir treffen uns jeden Dienstag ab 20 Uhr im Blauen Salon im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a in Berlin Kreuzberg.


Anti-Atom Frühjahrskonferenz, 16. bis 18.4. in Berlin
Vom 16. bis 18.4 April findet in der Sfe die Frühjahrskonferenz von Anti-Atom Gruppen statt. Nähere Infos http://www.akw-abschalten.claranet.de/faak.html

dsklfjas

Atomforum angreifen
Kundgebung am Do, 5. Februar um 16h am Maritim Hotel (Friedrichstr. 151) in Berlin.

Am 4. und 5. Februar findet im Berliner Maritim Hotel (Friedrichstr. 151) die Wintertagung des Deutschen Atomforums statt. Das Deutsche Atomforum ist eine von der Atomindustrie und Atomforschungseinrichtungen getragene Lobbyorganisation, die wie nicht anders zu erwarten einer der glühensten Befürworter der Atomenergienutzung hier und weltweit ist.UranUthan

Was ist das Deutsche Atomforum e.V.?
Das Deutsche Atomforum wurde 1959 als Zusammenschluss von 6 Organisationen gegründet, die sich allesamt zum Ziel gesetzt hatten, die Atomforschung in der BRD zu fördern und den Rückstand durch das nach dem 2. Weltkrieg verhängte Forschungsverbot aufzuholen. Die damalige Zeit war von einer beispiellosen Atomeuphorie geprägt. Das Deutsche Atomforum war eine der Organisationen, die diese Euphorie förderte und in der Politik für die Atomenergie warb.
In den folgenden Jahrzeiten war das Deutsche Atomforum e.V. (eingetragender Verein seit 1961) eine wichtige Lobbyorganisation, die den Ausbau der Atomtechnologie in der BRD vorantrieb und heute ca. 200 Mitglieder hat.

Die Wintertagung des Deutschen Atomforums e.V. führt regelmäßig zu Jahresbeginn führende Persönlichkeiten aus Energiewirtschaft, Industrie, Politik, Wissenschaft und Forschung zu einem Gedanken- und Erfahrungsaustausch über Energiefragen zusammen. Im Vordergrund stehen dabei Überlegungen zu den Rahmenbedingungen für die Kernenergienutzung in Deutschland, Europa und weltweit.“ (Deutsches Atomforum e.V.)

Wer ist im Deutschen Atomforum e.V. vertreten?

Im Deutschen Atomforum e.V. sind alle wichtigen Firmen der Atombranche vertreten. Z.B. die Stromkonzerne (wie RWE und der private Energiedienstleister EON), Atomfirmen wie Urenco, Betreiber der Urananreicherungsanlage in Gronau oder die Nuclear Cargo + Service GmbH der Bahn, die die Castortransporte durchführt.
Genauso finden sich auf der Liste der Mitgliedsorganisationen viele große Banken wie die Deutsche Bank, die regelmäßig Kredite für Atomprojekte vergeben und die Namen vieler Anlagenbauer wie Siemens, ABB oder Linde, die in ihrem Lieferprogramm auch Atomtechnik haben.Genauso finden sich auf der Liste der Mitgliedsorganisationen viele große Banken wie die Deutsche Bank, die regelmäßig Kredite für Atomprojekte vergeben und die Namen vieler Anlagenbauer wie Siemens, ABB oder Linde, die in ihrem Lieferprogramm auch Atomtechnik haben.

Jahrestagung Kerntechnik

Die wichtigste Veranstaltung des Deutsche Atomforums ist die Jahrestagung Kerntechnik, die jedes Jahr im Mai stattfindet (2003 im Berliner Estrell Hotel, 2004 in Düsseldorf). Diese wird zusammen mit der „Kerntechnischen Gesellschaft“ durchgeführt, in der nicht nur Unternehmen der Atombranchen, sondern vor allem in der Kerntechnik tätige WissenschaftlerInnen und IngenieurInnen organisiert sind. Auf dieser werden, neben einen großen technisch wissenschaftlichen Vortragsprogramm, wirtschaftlich und politische Strategien der Atomwirtschaft diskutiert.

Die Wintertagung
Die Wintertagung, die jetzt in Berlin stattfindet, ist die kleine Ausführung dieser Jahrestagung. Sie findet ohne die Kerntechnische Gesellschaft statt. Schwerpunktthemen sind dieser Mal die Atomenergienutzung in der Europäische Union und versteckt hinter dem schönen Slogan „Energieversorgung in der erweiterten EU“ die Expansion der Atomindustrie nach Osteuropa. Hier wird ein neuer Absatzmarkt durch billigere Atomstromproduktion geschaffen und darüber hinaus die Bundesregierung bei ihren Ausstiegsbekundungen unterstützt. In der BRD sind neue Atomkraftwerke politisch kaum durchsetzbar und ökonomisch zu teuer. Deswegen unterstützt die Bundesregierung lieber die Atomkonzerne mit „Hermesbürgschaften“1.

Informationskreis Kernenergie
Neben der Lobbytätigtkeit ist die (Des-)Information der Öffentlichkeit über die Risiken der Atomtechnik eines der wichtigsten Projekte der Deutschen Atomforums. So betreiben sie den Informationskreis Kernenergie, der u.a. Schulen mit kostenlosen Hochglanzbroschüren über Atomenergie und Atomphysik versorgt. Leider finden diese Broschüren all zu oft unkommentiert Einsatz im Unterricht. Zwischen gut aufbereiten atomphysikalischen Grundlagen werden Seite für Seite die Segnungen der Atomtechnik betont und erklärt, dass bundesdeutsche AKWs trotz der Atomkatastrophe von Tschernobyl, sicher sind.
An einigen Stellen wird der atomare Größenwahn aber absolut offensichtlich: So schließ ihre Broschüre „Kernenergie klar und verständlich“ mit dem denkwürdigen Satz: „Kernenergie ist keine künstliche sondern eine natürliche Energie, (..) denn die Sonne arbeitet nach dem Prinzip eines nuklearen Fusionsreaktors. Eigentlich ist Kernenergie die natürlichste Sache der Welt.“

Was will die Anti-Atom- Bewegung?
Seit dreißig Jahren kämpfen wir gegen Atomanlagen weltweit. Wir verlassen uns auf unsere Kraft, Fantasie, Vielfalt und Mut.Wir haben uns nie auf Parlamente oder Wahlen verlassen.
Darum haben und werden wir auch nicht konstruktiv an dem Atomprogramm oder „Atomausstieg“ mitarbeiten. Wir wissen selber was zu tun ist, und unsere Forderung nach ökologischer, dezentrale Energieversorgung durchsetzen.

Energieversorgung ist eine Schlüsselindustrie:
Sie ist in der Hand von wenigen Konzernen, die ihre ökonomischen und machtpolitischen Interessen bislang durchsetzen konnten. Neben der zivilen Nutzung, stellt die Option auf die militärische Nutzung, einen wichtigen Aspekt dar. Nach wie vor wird versucht uns einzureden, das eine Energieversorgung ohne Atom nicht möglich ist, dabei geht es nur darum die Energieversorgung weiter als zentrales Instrument der Wirtschaft einzusetzen.
Wir kämpfen für eine emanzipatorische Gesellschaft, in der Energieversorgung nicht auf Profitmaximierung ausgerichtet ist, sondern allen zur Verfügung steht. Die Atomenergie ist von der Urangewinnung abhängig, die hauptsächlich im Trikont unter räuberischen Bedingungen stattfindet.
Wir fordern eine Energieversorgung, die nicht in der Macht Weniger liegt, sondern die selbstbestimmt Allen zur Verfügung steht. Atomenergie kann dabei keine Form der Energiegewinnung sein, da sie an sich menschenverachtend ist. Großtechnologien sind nie beherrschbar und ihre Wirkungen sind nicht voraussehbar. Das System wird als sicher dargestellt. In der Behauptung es können sichere Atomkraftwerke gebaut werden, wird Vollkommenheit suggeriert. Den perfekten Menschen kann es nicht geben.

Wir werden weiterhin der Fehler im System bleiben!

Beim Treffen des Deutschen Atomforums e.V. trifft die Technikgläubigkeit auf kapitalistische Profitlogik. Mit den Auswirkungen dieses gemeinnützigen Vereins werden sich die Menschen noch Jahrtausende beschäftigen müssen.

Weg mit der Atomwirtschaft, weg mit dem Kapitalismus !
Atommafia abschalten !

Atomforum angreifen

AtomNews:

UAA Gronau:
In Gronau steht die einzige bundesdeutsche Urananreicherungsanlage(UAA). Die Urananreicherung ist der technisch anspruchsvollste und energieaufwendigste Schritt in der Herstellung von Atombrennstoffen. Nebenbei kann sich auch ein Weg sein, atomwaffenfähiges Material herzustellen. Die UAA Gronau wird weiter ausgebaut. Trotz aller Ausstiegsrethorik wird also immer Atombrennstoff, vor allem für den Export, produziert.

Standortnahe Zwischenlagerung
An allen AKWs ist der Bau von standortnahen Zwischenlagern genehmigt wurden. Wer glaubt, diese neu gebauten Atomanlagen dienten dem Atomausstieg, ist naiv. Durch diese Anlagen wird die Atomindustrie in wenigen Jahren auf einen großen Teil der Castortransporte verzichten können.
So versucht die Atomlobby den momentan wichtigsten Ansatzpunkt des Anti-AKW-Widerstands auszuhebeln, damit die AKWs ungestört weiterlaufen können.

Uranabbau
Schon der Uranbergbau der DDR (in der BRD wurde nie in industriellem Maßstab Uran abgebaut) hat zeitweise ein Gebiet von der Größe des Saarlandes radioaktive verseucht. Für die Sicherung der Altlasten sind schon jetzt 6 Mrd € ausgegeben worden. In den Gebieten, aus denen die BRD ihr Uranerz bezieht, sind die Ausmaße der Schäden noch weit größer. Ein Großteil des mit jeder Kilowattstunde erzeugten Atommülls verbleibt in den Abbauländern als radioaktive Abraumhalde. Die Verlagerung dieses Mensch und Umwelt zerstörenden Bergbaus in Trikontländern wie Niger oder Namibia oder in von indigenen Völkern bewohnte Gebiete in Kanada oder Australien wird gut durch den Begriff „Umweltrassismus“ beschrieben.

BRD – Atommacht auf Abruf ?
Eine Trennung der friedlichen und militärischen Nutzung der Atomtechnologie ist nicht möglich. Ein AKW der Größe von Biblis produziert innerhalb von 10 Tagen 5kg Plutonium - genug um mit minimalem Aufwand eine Atombombe zu bauen. Allein im Plutoniumbunker in Hanau lagern mehrere Tonnen metallisches Plutonium, ausreichend für etliche Atombomben.
Als Belege, dass die BRD mit ihrem Atomprogramm keine militärischen Ziele verfolgt, werden regelmäßig der deutsche Atomwaffenverzicht von 1954 und der Atomwaffensperrvertrag angeführt. Beide Stellen jedoch, wenn überhaupt nur geringe Hindernisse auf dem Weg zur Bombe dar: Der Deutsche Atomwaffenverzicht von 1954 erfolgte keines Falls freiwillig. Verzichtet wurde hier auch nur auf die Produktion kompletter Atomwaffen auf dem Territorium der BRD.
Auch der Atomwaffensperrvertrag stellt kein wirkliches Hindernis für die Herstellung von Nuklearwaffen dar: In einer Rücktrittsklausel ist festgelegt, dass im Fall der Gefährdung höchster Interessen (Kriege,...) die Unterzeichnerstaaten vom Vertrag zurücktreten können. Im Ernstfall, könnte die BRD demnach über Nacht zur Atommacht werden.

Export der Hanauer Plutoniumfabrik
In kürze wird Siemens mit Segen der rot-grünen Bundesregierung die Hanuer MOX-Brennelementefabrikationsanlage nach China exportieren. Die Anlage und das damit verbundene Know-How ist, entgegen anderslautenden Aussagen der Bundesregierung, leicht für militärische Zwecke nutzbar. Trotzdem wird die Ausfuhr in ein Land, dass offiziell Atomwaffen besitzt, erlaubt und so den Interessen des (Atom-)Konzern Siemens voll entsprochen.

Forschungsreaktor Garching II:
Im Jahr 2003 ist, erstmals seit der Inbetriebnahme des AKWs Lingen II im Jahr 1988, wieder ein neuer Atomreaktor in Betrieb gegangen. Der neue Forschungsreaktor FRM II der TU München dient zwar nicht primär der Stromerzeugung sondern der Materialforschung. Sein Betrieb ist aber selbstverständlich mit den selben Gefahren verbunden, wie der Betrieb jedes anderen Reaktors.
Durch die Nutzung hochangereicherten Urans als Brennstoff ist die Verquickung ziviler und militärischer Atomtechnik hier besonders eng.

Die CO2 Lüge!!
Durch Uranbergbau, Urananreicherung und Transport werden große Mengen CO2 freigesetzt. Bei keinem anderen Energieträger wird soviel CO2 freigesetzt, bevor die 1. Kilowattsunde Strom erzeugt werden kann. Atomkraftwerke müssen riesige Regionen mit Strom versorgen. Von einer effizienten Energienutzung kann hier nicht die Rede sein, wäre in regenerative Energien annähernd soviel investiert worden wie Atomenergie, hätten wir heute eine umweltverträglichere? Energieversorgung. Kraft-Wärme-Koppelung oder die kleine Ausgabe Blockheizkraftwerke wären ohne weiteres sofort realisbar.

Abschaltung des AKW Stade – kein Erfolg !!!
Der gefeierte Ausstieg der rot-grünen Regierung mit dem Abschalten von dem AKW Stade ist mehr als lächerlich. Der Schrottreaktor hätte einige Monate später eh abgeschaltet werden müssen. Außerdem werden die zu erzeugenden Strommengen, die dem AKW Stade nach der „Ausstiegsvereinbarung“ von Stromkonzernen und rot-grünere Regierung zugestanden hätten, auf andere wirtschaftlichere AKWs umverteilt.
Der eigentliche Gewinner der vorzeitigen Abschaltung von Stade sind also die Stromkonzerne.

1 Hermeskredite sind Ausfuhrbürgschaften bzw. Ausfuhrgarantien der Bundesregierung zur partiellen Risikodeckung im Außenhandel. Die Deckung umfasst sowohl das ökonomische als auch politische Risiken der Zahlungsunfähigkeit. D.h. wenn die Atomkonzerne ihre Technologie ins Ausland verkaufen geschieht dies ohne ökonomisches Risiko.




Wir stellen uns quer!!!
 aap-berlin@squat.net 

Eure AG AAP-Worldwide  

Jim