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auf die Internetseite des Berliner Anti-Atom-Plenums gefunden. Wir sind
eine offene linke Gruppe, die sich mit vielen aktuellen politischen
Themen, nicht nur der Atomenergie-Nutzung, beschäftigt. Zur Zeit
bringen wir uns z.B. beim PiRat,
beim Berliner Sozialforum oder beim Anti-Hartz-Bündnis
ein.
Wir treffen uns jeden Dienstag ab 20 Uhr im Blauen Salon
im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a in Berlin Kreuzberg.
Anti-Atom
Frühjahrskonferenz, 16. bis 18.4. in Berlin
Vom 16. bis 18.4
April findet in der Sfe die Frühjahrskonferenz von Anti-Atom
Gruppen statt. Nähere Infos http://www.akw-abschalten.claranet.de/faak.html
Atomforum angreifen
Kundgebung am Do, 5. Februar um 16h am Maritim
Hotel (Friedrichstr. 151) in Berlin.
Am
4. und 5. Februar findet im Berliner Maritim Hotel (Friedrichstr.
151) die Wintertagung des Deutschen Atomforums statt. Das Deutsche
Atomforum ist eine von der Atomindustrie und
Atomforschungseinrichtungen getragene Lobbyorganisation, die wie
nicht anders zu erwarten einer der glühensten Befürworter
der Atomenergienutzung hier und weltweit ist.
Was
ist das Deutsche Atomforum e.V.?
Das
Deutsche Atomforum wurde 1959 als Zusammenschluss von 6
Organisationen gegründet, die sich allesamt zum Ziel gesetzt
hatten, die Atomforschung in der BRD zu fördern und den
Rückstand durch das nach dem 2. Weltkrieg verhängte
Forschungsverbot aufzuholen. Die damalige Zeit war von einer
beispiellosen Atomeuphorie geprägt. Das Deutsche Atomforum war
eine der Organisationen, die diese Euphorie förderte und in der
Politik für die Atomenergie warb.
In
den folgenden Jahrzeiten war das Deutsche Atomforum e.V.
(eingetragender Verein seit 1961) eine wichtige Lobbyorganisation,
die den Ausbau der Atomtechnologie in der BRD vorantrieb und heute
ca. 200 Mitglieder hat.
„Die
Wintertagung des Deutschen Atomforums e.V. führt
regelmäßig
zu Jahresbeginn führende Persönlichkeiten aus
Energiewirtschaft, Industrie, Politik, Wissenschaft und Forschung zu
einem Gedanken- und Erfahrungsaustausch über Energiefragen
zusammen. Im Vordergrund stehen dabei Überlegungen zu den
Rahmenbedingungen für die Kernenergienutzung in Deutschland,
Europa und weltweit.“ (Deutsches Atomforum e.V.)
Wer
ist im Deutschen Atomforum e.V. vertreten?
Die
Wintertagung
Die
Wintertagung, die jetzt in Berlin stattfindet, ist die kleine
Ausführung dieser Jahrestagung. Sie findet ohne die
Kerntechnische Gesellschaft statt. Schwerpunktthemen sind dieser Mal
die Atomenergienutzung in der Europäische Union und versteckt
hinter dem schönen Slogan „Energieversorgung in der
erweiterten EU“ die Expansion der Atomindustrie nach Osteuropa.
Hier wird ein neuer Absatzmarkt durch billigere Atomstromproduktion
geschaffen und darüber hinaus die Bundesregierung bei ihren
Ausstiegsbekundungen unterstützt. In der BRD sind neue
Atomkraftwerke politisch kaum durchsetzbar und ökonomisch zu
teuer. Deswegen unterstützt die Bundesregierung lieber die
Atomkonzerne mit „Hermesbürgschaften“1.
Informationskreis
Kernenergie
Neben
der Lobbytätigtkeit ist die (Des-)Information der
Öffentlichkeit
über die Risiken der Atomtechnik eines der wichtigsten Projekte
der Deutschen Atomforums. So betreiben sie den Informationskreis
Kernenergie, der u.a. Schulen mit kostenlosen Hochglanzbroschüren
über Atomenergie und Atomphysik versorgt. Leider finden diese
Broschüren all zu oft unkommentiert Einsatz im Unterricht.
Zwischen gut aufbereiten atomphysikalischen Grundlagen werden Seite
für Seite die Segnungen der Atomtechnik betont und erklärt,
dass bundesdeutsche AKWs trotz der Atomkatastrophe von Tschernobyl,
sicher sind.
An
einigen Stellen wird der atomare Größenwahn aber absolut
offensichtlich: So schließ ihre Broschüre „Kernenergie
klar und verständlich“ mit dem denkwürdigen Satz:
„Kernenergie ist keine künstliche sondern eine natürliche
Energie, (..) denn die Sonne arbeitet nach dem Prinzip eines
nuklearen Fusionsreaktors. Eigentlich ist Kernenergie die
natürlichste Sache der Welt.“
Was
will die Anti-Atom- Bewegung?
Seit
dreißig Jahren kämpfen wir gegen Atomanlagen weltweit. Wir
verlassen uns auf unsere Kraft, Fantasie, Vielfalt und Mut.Wir haben
uns nie auf Parlamente oder Wahlen verlassen.
Darum
haben und werden wir auch nicht konstruktiv an dem Atomprogramm oder
„Atomausstieg“ mitarbeiten. Wir wissen selber was zu tun ist, und
unsere Forderung nach ökologischer, dezentrale Energieversorgung
durchsetzen.
Energieversorgung
ist eine Schlüsselindustrie:
Sie
ist in der Hand von wenigen Konzernen, die ihre ökonomischen und
machtpolitischen Interessen bislang durchsetzen konnten. Neben der
zivilen Nutzung, stellt die Option auf die militärische Nutzung,
einen wichtigen Aspekt dar. Nach wie vor wird versucht uns
einzureden, das eine Energieversorgung ohne Atom nicht möglich
ist, dabei geht es nur darum die Energieversorgung weiter als
zentrales Instrument der Wirtschaft einzusetzen.
Wir
kämpfen für eine emanzipatorische Gesellschaft, in der
Energieversorgung nicht auf Profitmaximierung ausgerichtet ist,
sondern allen zur Verfügung steht. Die Atomenergie ist von der
Urangewinnung abhängig, die hauptsächlich im Trikont unter
räuberischen Bedingungen stattfindet.
Wir
fordern eine Energieversorgung, die nicht in der Macht Weniger
liegt, sondern die selbstbestimmt Allen zur Verfügung steht.
Atomenergie kann dabei keine Form der Energiegewinnung sein, da sie
an sich menschenverachtend ist. Großtechnologien sind nie
beherrschbar und ihre Wirkungen sind nicht voraussehbar. Das System
wird als sicher dargestellt. In der Behauptung es können sichere
Atomkraftwerke gebaut werden, wird Vollkommenheit suggeriert. Den
perfekten Menschen kann es nicht geben.
Wir werden weiterhin der Fehler im System bleiben!
Beim
Treffen des Deutschen Atomforums e.V. trifft die
Technikgläubigkeit
auf kapitalistische Profitlogik. Mit den Auswirkungen dieses
gemeinnützigen Vereins werden sich die Menschen noch
Jahrtausende beschäftigen müssen.
AtomNews:
UAA
Gronau:
In
Gronau steht die einzige bundesdeutsche Urananreicherungsanlage(UAA).
Die Urananreicherung ist der technisch anspruchsvollste und
energieaufwendigste Schritt in der Herstellung von Atombrennstoffen.
Nebenbei kann sich auch ein Weg sein, atomwaffenfähiges Material
herzustellen. Die UAA Gronau wird weiter ausgebaut. Trotz aller
Ausstiegsrethorik wird also immer Atombrennstoff, vor allem für
den Export, produziert.
Standortnahe
Zwischenlagerung
An
allen AKWs ist der Bau von standortnahen Zwischenlagern genehmigt
wurden. Wer glaubt, diese neu gebauten Atomanlagen dienten dem
Atomausstieg, ist naiv. Durch diese Anlagen wird die Atomindustrie in
wenigen Jahren auf einen großen Teil der Castortransporte
verzichten können.
So
versucht die Atomlobby den momentan wichtigsten Ansatzpunkt des
Anti-AKW-Widerstands auszuhebeln, damit die AKWs ungestört
weiterlaufen können.
Uranabbau
Schon
der Uranbergbau der DDR (in der BRD wurde nie in industriellem
Maßstab Uran abgebaut) hat zeitweise ein Gebiet von der
Größe
des Saarlandes radioaktive verseucht. Für die Sicherung der
Altlasten sind schon jetzt 6 Mrd € ausgegeben worden. In den
Gebieten, aus denen die BRD ihr Uranerz bezieht, sind die Ausmaße
der Schäden noch weit größer. Ein Großteil des
mit jeder Kilowattstunde erzeugten Atommülls verbleibt in den
Abbauländern als radioaktive Abraumhalde. Die Verlagerung dieses
Mensch und Umwelt zerstörenden Bergbaus in Trikontländern
wie Niger oder Namibia oder in von indigenen Völkern bewohnte
Gebiete in Kanada oder Australien wird gut durch den Begriff
„Umweltrassismus“ beschrieben.
BRD
– Atommacht auf Abruf ?
Eine
Trennung der friedlichen und militärischen Nutzung der
Atomtechnologie ist nicht möglich. Ein AKW der Größe
von Biblis produziert innerhalb von 10 Tagen 5kg Plutonium - genug um
mit minimalem Aufwand eine Atombombe zu bauen. Allein im
Plutoniumbunker in Hanau lagern mehrere Tonnen metallisches
Plutonium, ausreichend für etliche Atombomben.
Als
Belege, dass die BRD mit ihrem Atomprogramm keine militärischen
Ziele verfolgt, werden regelmäßig der deutsche
Atomwaffenverzicht von 1954 und der Atomwaffensperrvertrag
angeführt.
Beide Stellen jedoch, wenn überhaupt nur geringe Hindernisse auf
dem Weg zur Bombe dar: Der Deutsche Atomwaffenverzicht von 1954
erfolgte keines Falls freiwillig. Verzichtet wurde hier auch nur auf
die Produktion kompletter Atomwaffen auf dem Territorium der BRD.
Auch
der Atomwaffensperrvertrag stellt kein wirkliches Hindernis für
die Herstellung von Nuklearwaffen dar: In einer Rücktrittsklausel
ist festgelegt, dass im Fall der Gefährdung höchster
Interessen (Kriege,...) die Unterzeichnerstaaten vom Vertrag
zurücktreten können. Im Ernstfall, könnte die BRD
demnach über Nacht zur Atommacht werden.
Export
der Hanauer Plutoniumfabrik
In
kürze wird Siemens mit Segen der rot-grünen Bundesregierung
die Hanuer MOX-Brennelementefabrikationsanlage nach China
exportieren. Die Anlage und das damit verbundene Know-How ist,
entgegen anderslautenden Aussagen der Bundesregierung, leicht für
militärische Zwecke nutzbar. Trotzdem wird die Ausfuhr in ein
Land, dass offiziell Atomwaffen besitzt, erlaubt und so den
Interessen des (Atom-)Konzern Siemens voll entsprochen.
Forschungsreaktor
Garching II:
Im
Jahr 2003 ist, erstmals seit der Inbetriebnahme des AKWs Lingen II im
Jahr 1988, wieder ein neuer Atomreaktor in Betrieb gegangen. Der neue
Forschungsreaktor FRM II der TU München dient zwar nicht
primär
der Stromerzeugung sondern der Materialforschung. Sein Betrieb ist
aber selbstverständlich mit den selben Gefahren verbunden, wie
der Betrieb jedes anderen Reaktors.
Durch
die Nutzung hochangereicherten Urans als Brennstoff ist die
Verquickung ziviler und militärischer Atomtechnik hier besonders
eng.
Die
CO2 Lüge!!
Durch Uranbergbau,
Urananreicherung und Transport werden große Mengen CO2
freigesetzt. Bei keinem anderen Energieträger wird soviel CO2
freigesetzt, bevor die 1. Kilowattsunde Strom erzeugt werden kann.
Atomkraftwerke müssen riesige Regionen mit Strom versorgen. Von
einer effizienten Energienutzung kann hier nicht die Rede sein,
wäre
in regenerative Energien annähernd soviel investiert worden wie
Atomenergie, hätten wir heute eine umweltverträglichere?
Energieversorgung. Kraft-Wärme-Koppelung oder die kleine Ausgabe
Blockheizkraftwerke wären ohne weiteres sofort realisbar.
Abschaltung
des AKW Stade – kein Erfolg !!!
Der
gefeierte Ausstieg der rot-grünen Regierung mit dem Abschalten
von dem AKW Stade ist mehr als lächerlich. Der Schrottreaktor
hätte einige Monate später eh abgeschaltet werden
müssen.
Außerdem werden die zu erzeugenden Strommengen, die dem AKW
Stade nach der „Ausstiegsvereinbarung“ von Stromkonzernen und
rot-grünere Regierung zugestanden hätten, auf andere
wirtschaftlichere AKWs umverteilt.
Der
eigentliche Gewinner der vorzeitigen Abschaltung von Stade sind also
die Stromkonzerne.
1 Hermeskredite sind Ausfuhrbürgschaften bzw. Ausfuhrgarantien der Bundesregierung zur partiellen Risikodeckung im Außenhandel. Die Deckung umfasst sowohl das ökonomische als auch politische Risiken der Zahlungsunfähigkeit. D.h. wenn die Atomkonzerne ihre Technologie ins Ausland verkaufen geschieht dies ohne ökonomisches Risiko.
Wir stellen uns quer!!!
aap-berlin@squat.net
Eure AG AAP-Worldwide