Plakatieren von
KuK-Plakaten 1989

Titel der Antifa-Texte 2
(links), die im Scherenschnitt enstand., daneben ein Flugblatt der rechtsextremen "Patrioten für Deutschland", die KuK-Figuren verwenden und vor eine Barrikade in der Hafenstraße setzen. Das Flugblatt propagiert den Ausbau des Polizeistaates.

 

Sie erschöpft sich entweder als ein-Punkt- Bewegung im Kampf für die Durchsetzung nur eines bestimmten Zieles und ist damit ihrem Wesen nach reformistisch.

Oder sie kämpft für die Vorrechte nur einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe und degradiert sich damit zu einer Interessenvertretung, die entweder auch auf reformistischen Pfaden wandert oder als abgehobene Eliregruppe ihre Wahrheit sucht oder gefunden hat.

Oder sie fegt nur ab und an als Strohfeuer durch die politische Auseinandersetzung und verkommt ohne Kontinuität im Kampf und übergreifendem Theorieansatz zum niveaulosen Spielball der etablierten beziehungsweise reformistischen Politiker/innen.
Unerheblich ist dabei, mit welcher Radikalität der Kampf geführt wird. Radikalitär allein ist noch kein revolutionärer Inhalt. Unerheblich ist dabei auch, wie sich Menschen und Gruppen, die in einer solchen Auseinandersetzung stehen, selbst sehen, ob sie in ihrem äußeren Erscheinungsbild von der Norm abweichen oder wie tiefgründig sich ihre Theorien anhören.


Eine Bewegung, die nicht alle gesellschaftlichen Vorgänge als Gesamtheit begreift, wandelt ideologisch immer noch auf den Pfaden der alten Gesellschaft.

Die revolutionäre Aktion orientiert auf die Entwicklung einer gesamtgesellschaftlichen Perspektive.

Die revolutionäre AktIon bezieht gesamtgesellschaftliche Kritik, Fragestellungen und Perspektiven mit ein, auch wenn sie sich im konkreten Fall nur auf einen Schwerpunkt bezieht. Nichts wäre törichter, als sich in Theorie zu verlieren und eine Politik zu verfolgen, die mit den Menschen und ihren Lebensbedingungen nichts zu tun hat und die von daher auch nicht verankert ist beziehungsweise um Verankerung und Verständlichkeit bemüht ist. In der derzeitigen Situation kann es nicht darum gehen, eine mehr oder weniger wissenschaftlich begründerere und durchdachte politische Endvision wie den Kommunismus oder den Anarchismus zur aus schließlichen Wahrheit zu erheben. Das heißt aber nicht, daß auf theoretische Grundlagen und eine gesellschaftliche Utopie verzichtet werden darf.