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Null Nazis!

Nach der Niederlage am 1. Mai will die neofaschistische NPD erneut in Bremen marschieren. Schon am Tag des offiziellen Verbotes des 1. Mai-Aufmarsches durch die Gerichte kündigte die NPD über das Internet und die "Nationalen Infotelefone" an, noch vor dem 6. Juni erneut nach Bremen kommen zu wollen. Nun wurden Demonstrationen für den 23. Mai und den 29. Mai in Bremen angemeldet.

Am 1. Mai 1999 scheiterte die NPD mit dem Versuch, in Bremen einen Großaufmarsch durchzuführen. Das Bündnis "Kein Naziaufmarsch in Bremen", bestehend aus einem breiten Spektrum antifaschistischer, antirassistischer, internationalistischer und feministischer Organisationen, hatte gemeinsam mit Betriebsräten und anderen MitarbeiterInnen von Daimler-Chrysler seit Februar eine breite Gegenmobilisierung gestartet und dazu aufgerufen, den Aufmarsch zu verhindern. Auch Teile der Bevölkerung von Tenever machten deutlich, daß sie die Nazis nicht in ihrem Stadtteil marschieren lassen will. Der politische Druck, der hier aufgebaut wurde, trug wesentlich dazu bei, daß es ein offizielles Verbot gab und die NPD am 1. Mai nicht in Bremen marschieren konnte. Statt dessen fand trotz Verbot auch aller Gegendemonstrationen eine antifaschistische Demonstration mit über 4.000 TeilnehmerInnen im Bremer Osten statt - auf der Route, die von der NPD angemeldet wurde.

Naziaufmärsche verhindern!

Der Kampf um die Straße hat für die NPD eine enorme Bedeutung. Die Tatsache, in Bremen mit einem Großaufmarsch am lokalen und bundesweiten Widerstand gescheitert zu sein, wollen sie nicht hinnehmen.
Die NPD ist und bleibt ein Sammelbecken alter und neuer Nazis. Sie sind die Akteure rassistischer und faschistischer Propaganda und offener Gewalt. Und mit jedem Aufmarsch, den sie, ganz gleich wo, durchführen, verschaffen sie sich einmal mehr Öffentlichkeit und den Faschisten und Faschistinnen der Region Zustrom und Aufschwung. Und wo diese Gruppen in der Mehrheit sind, setzen sie mit offener Gewalt ihre Vorherrschaft auf der Straße und in der Jugendkultur durch. Im Vorfeld des 1. Mai wurden in Bremen mehrere linke Jugendorganisationen angegriffen. In Osterholz wurde eine Roma-Familie von rechten Schlägern angegriffen, organisierte jedoch mit Hilfe von Freunden und Verwandten die antifaschistische Selbsthilfe.

1. Mai - Nazifrei! Wir machen weiter!

Das Bündnis "Kein Naziaufmarsch in Bremen" wird auch den neuen Demonstrationen der NPD Widerstand entgegensetzen mit dem Ziel, sie praktisch zu verhindern. Deshalb rufen wir für beide Termine zu einer Gegendemonstration auf. Es macht keinen Sinn, abzuwarten und auf zukünftige Verbote zu hoffen. Die Versuche der NPD, sich Raum auf der Straße zu nehmen, werden wir weiterhin praktisch und inhaltlich angehen müssen und angehen. Am 1. Mai ist es gelungen, die NPD zumindest in Bremen zurückzudrängen. Wir rufen dazu auf, den Faschisten und Faschistinnen und ihren zukünftigen Versuchen, in Bremen Fuß zu fassen und ihre Aufmärsche zu etablieren, entschlossen entgegenzutreten.

Demonstration: Sonntag, 23. Mai
9.00 Uhr, Schillerplatz in Bremen-Blumenthal

Vollversammlung: Freitag, 21. Mai um 20.00 Uhr
im Paradox, Bernhardstr. 12, Bremen

Informationen gibt es unter der Nummer
0421-75682
und bei http://www.nadir.org/nullnazis

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