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[Quelle: Flugblatt zur Demo]

Gemeinsam dem rechten Vormarsch entgegentreten!

Vandalen zurück in den Sumpf!

In der Liebermannstraße 97 in Berlin-Weißensee befindet sich das Clubhaus der Vandalen. Seit Anfang der 80er Jahre betreiben die Vandalen auf einem ehemaligen Fabrikgelände ihren 'Jugendclub'. Das Clubhaus zieht vor allem viele jugendliche Sympathisanten an und hat sich zu einem wichtigen Treffpunkt der Faschisten in Berlin entwickelt. Wir werden dieser Entwicklung nicht weiter tatenlos zusehen.

KEIN RAUM FÜR FASCHISTEN!

1982 haben sich die Vandalen aus der Ost-Berliner Heavy-Metal-Szene heraus gegründet; sie bezeichnen sich selber als 'Ariogermanische' Kampfgemeinschaft. Schon vor der Wende hatten die Vandalen gute Kontakte zu westdeutschen Naziorganisationen. Unter anderem hatten und haben die Vandalen gute Kontakte zu Kadern der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP) und der ebenfalls verbotenen Wiking-Jugend. Nach der Wende wurden die Kontakte weiter verbessert.

Anfang der neunziger Jahre waren die Vandalen an dem Aufbau der faschistischen Strukturen in Ostdeutschland beteiligt. Sie nahmen aktiv an Wehrsportlagern teil und waren auf den 'Heldengedenktagen' in Halbe dabei.

Die Vandalen haben auch internationale Kontakte. Der österreichische Neonazi Peter Binder wurde im Dezember 1993, unmittelbar nach der Detonation der ersten Briefbomben in Österreich, an der tschechischen Grenze verhaftet. Er gab an, auf dem Weg zu dem Ostberliner Andreas Cavael von der 'Rockergruppe' Vandalen zu sein.

Anfang der 90er stiegen oft österreichische Faschisten bei Mitgliedern der Vandalen ab. Es handelte sich meist um Peter Binder und Günther Reinthaler. Günther Reinthaler ist 'Gauleiter' der Volkstreuen Außerparlamentarischen Opposition (VAPO); die VAPO ist Teil der Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front (GdNF). Die unter anderem von Michael Kühnen in den 80er Jahren aufgebaute Struktur hat sich zum Ziel gemacht, den Nationalsozialismus wieder zu errichten.

Einige Mitglieder der Vandalen gründeten 1993 die Band 'Landser'. Die Band und ihre Texte sind zwar verboten, trotzdem ist 'Landser' die meistgehörte Band in der rechten Subkultur. Mit Texten wie 'wenn in der Nacht die Kreuze brennen, dann könnt ihr stinkenden Kaffer um eure Leben rennen' ruft 'Landser' offen zur Ermordung von ImmigrantInnen auf.

Die Vandalen sind ein wichtiger Bestandteil der Berliner Faschisten-Szene, sie arbeiten unter anderem mit der NPD und dem Blood&Honour-Netzwerk zusammen. selber sehen sie sich in der Tradition der SS. Der Germanenkult, die Wehrsportlager, das militante Auftreten, die konspirative Organisationsstrukturen, aber auch die Besäufnisse sind ein klares Zeichen dafür, daß sie das ernst meinen.

DIESEN BRAUNEN SUMPF GILT ES TROCKEN ZU LEGEN!

Der Anfang der Trockenlegung findet am 11. September um 13°° vom S-Bhf. Greifswalder Straße aus statt. Von dort aus wollen wir unter dem Motto Vandalen zurück in den Sumpf! bis vor das Clubhaus der Vandalen demonstrieren.

UnterstützerInnen:
Antifaschistisches Aktionsbündnis III + Antifa Weißensee + Bund der Antifaschisten Berlin + Prof. Dr. G. Fischer (Vorsitzender des BdA Hohenschönhausen/Weißensee) + Gruppe Internationale Berlin + Gernot Klemm (MdA) + Hans-Peter Schreiber (Ko-Vorsitzender des BdA Berlin) + RuFF e.V. [Stand 12.08.99]

AAB III

Kontakt über:
Antifaschistisches Aktionsbündnis III (AAB III)
PF: 580724, 10415 Berlin
E-Mail: aab3@unicum.de
Tel.: 0171-7421922
www.antifa.de

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