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Geld oder Leben? - Karawane nach Köln

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Im Juni 1999 soll Köln Schauplatz des ersten Doppelgipfeltreffens in der BRD werden. Am 5. und 6. Juni wird unter deutschem Vorsitz der EU-Gipfel und 14 Tage später der Weltwirtschaftsgipfel (WWG) der G7+1 stattfinden. Daß die Regierungschefs der imperialistischen Hauptländer ihr Treffen "Welt"wirtschaftsgipfel nennen, ist einerseits Ausdruck von Arroganz, als wären diese sieben Staaten plus Jelzin schon die Welt, sie ist andererseits auch Ausdruck der realen Machtverhältnisse, beherrschen doch Konzerne und Banken aus diesen Ländern tatsächlich die Weltwirtschaft.
Die seit 1975 stattfindenden WWGs bieten den Teilnehmerländern Gelegenheit, für ihre Politik zu werben sowie Absprachen zwecks Verteilung und Ausbau des weltweiten kapitalistischen Wirtschaftssystems zu treffen. Gestritten wird um Absatzmärkte, Wechselkurse, Atomkraft und Rüstung. Der Klub des internationalen Kapitals bildet eine Front gegen die Menschen im Trikont, in den Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Diese Politik der kompromißlosen globalen Kapitalverwertung, des Sozialabbaus und des Abbaus von Umweltschutzmaßnahmen richtet sich natürlich auch gegen die Bevölkerung der G7-Staaten.
Die Bundesrepublik will die Gipfel dazu nutzen, sich als technisch-moderne, normale zivilisierte Großmacht darzustellen, die ihre faschistische Vergangenheit nun endgültig hinter sich gelassen hat.

Verschiedene Gruppen, z.B. die kirchliche "Erlaßjahrkampagne", das Euromarschbündnis aus dem gewerkschaftlichen Umfeld und linksradikale Gruppierungen, skate or die!planen anläßlich der Gipfeltreffen in Köln Gegenaktionen. Auch eine Fahrradkarawane ist wieder in Vorbereitung. Sie soll sowohl von der Schweiz über Freiburg, Karlsruhe, Frankfurt als auch von Dresden (evtl. Prag) bzw. Berlin über Magdeburg, Hannover nach Köln führen. Wie im letzten Jahr (Anti-WTO) sollen in den jeweiligen Städten Innenstadtaktionen mit lokalem Bezug stattfinden. So soll z.B. in Wurzen auf die dortigen faschistischen Strukturen aufmerksam gemacht werden und gleichzeitig die inhaltliche Auseinandersetzung um die Rolle des Nationalstaates im globalisierten Kapitalismus suchen. Angedacht ist eine Podiumsdiskussion, besetzt mit Sozialisten und Anti-Nationalen. Eine sorgfältige Vorbereitung sowohl zur Organisation antifaschistischen Schutzes als auch dieser heiklen inhaltlichen Fragen ist angesichts der Besetzung der Konflikte um die Globalisierung durch Faschisten unbedingt erforderlich. Die Station in Wurzen wird von der Dresdener Vorbereitungsgruppe vorbereitet. Wir können Unterstützung bei der Vorbereitung gebrauchen, vor allem ist die Besetzung des Podiums noch unklar.
Die genaue Terminplanung steht noch nicht fest.

Vorläufig ist folgender Ablauf in Diskussion:

Abfahrt
Ankunft

Dresden 14.5.99
Oschatz 14.5.
Wurzen 15.5.
Leipzig 16.5.
Halle 17.5.
Magdeburg 18.5.
Helmstedt 19./20.5.
Braunschweig 21.5.
Hannover 22./23.5.
Minden 24.5.
Bielefeld 25.5.
Dissen 26.5
Münster 28./28.5.
Bochum/Essen 29./30.5.
Wuppertal 31.5./1.6.
Köln 2.6.

Kontaktadressen:

Dresden: Hüttendorf gegen die A17, Am Erlengrund 9a, 01462 Zöllmen
Tel.: 0171-842 94 08 (ab 18°°)
email: thschmutzer@gmx.de

Berlin: natajabb@linux.zrz.tu-berlin.de

wiwa-Wendland, c/o Jobst Quis,
Molden 3a, 29465 Schnega
email: karawane@mail.nadir.org

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