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Freitag, 23. April 1999
17.00 Uhr auf der Oberbaumbrücke
Den Krieg beenden - sofort!
Stoppt die NATO-Aggression!
Seit über 4 Wochen bombardiert die NATO Jugoslawien.
Der Krieg hat die größte Fluchtbewegung in Europa seit dem 2. Weltkrieg ausgelöst.
Vor allem auch das angeblich zu befreiende Kosovo ist durch das NATO-Bombardement weitgehend zerstört. Fast vollständig zerstört ist Pristina.
Durch die Zerstörung der Infrastruktur (Brücken, Straßen, Bahnstrecken) und wichtiger Produktionsstätten in Jugoslawien ist als Ergebnis des Angriffs jetzt schon die Zerstörung der Wirtschaftsgrundlage und die dauerhafte Abhängigkeit des Landes von den westlichen Industrienationen erreicht. Ziel ist die Unterwerfung unter das Diktat von IWF und Weltbank zum Wiederaufbau. Die Alternative wäre Armut und Verelendung der MEnschen in einem aller Wirtschaftsgrundlagen beraubten Land.
Die Menschen in Jugoslawien versuchen ihre Lebensgrundlage zu verteidigen, indem sie sich vor ihre Fabriken stellen. Zahlreiche Tote bei der Zerstörung solcher Fabriken beweisen, daß die NATO-Aggressoren darauf keine Rücksicht nehmen und für die Durchsetzung ihrer Ziele über Leichen gehen.
Auf einer noch nicht zerstörten Brücke von Belgrad, die den Norden und Süden verbindet, versammeln sich seit Wochen Tag für Tag, Nacht für Nacht Tausende Menschen, um die Brücke mit ihrem Leben zu verteidigen.
In den Medien werden sie als identitätslose Menschen dargestellt, allenfalls als "menschliche Schutzschilde Milosevics". Doch diese Menschen haben eine Identität, und sie haben eine Stimme! Sie fordern das Ende der Bombardierungen, das Ende des NATO-Angriffskrieges!
Am Freitag, den 23. April '99 findet in Belgrad eine internationale Friedensmanifestation statt. Am Samstag, den 24. April '99 wird es eine internationale Friedenskonferenz von Unten geben.
Um daran teilzunehmen, starten am 22.4. die Initiativen "Mütter gegen den Krieg" und "Frieden jetzt" einen Buskonvoi ab Dresden über Prag, Wien, Budapest nach Belgrad. TeilnehmerInnen aus Tschechien, Österreich, Ungarn, Italien und Griechenland werden sich daran beteiligen.
Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die sich für Frieden und ein anderes Jugoslawien eingesetzt haben und einsetzen, die sich weder auf nationalistische Positionen noch auf irgendwelche Hoffnungen der "neuen Weltordnung" beziehen. Ihnen - den Opfern der NATO-Aggression und den Opfern nationalistischer/völkischer Sezessionspolitik - gilt unsere Solidarität.
Schlagt eine Brücke Berlin-Belgrad und macht deutlich:
- daß es Menschen gibt, die nicht auf Krieg, Zerstörung und völkischen Haß setzen!
- daß es Menschen gibt, die nicht ein drittes Mal in diesem Jahrhundert auf die große Konfrontation setzen, in der in allen Ländern immer dieselben verlieren!
Kommt zur Oberbaumbrücke!
Gegen-Informations-Büro zur Zeit on tour, bis bald...
e-mail:gegen-informations-buero@gmx.net
http://www.hanfnet.org/gegen-informations-buero/
http://www.members.partisan.net/kosovo/
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