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[Quelle: leicht gekürzter Demo-Aufruf]
Hinrichtungsbefehl droht!
Verhindern wir den staatlichen Mord an Mumia Abu-Jamal - JETZT!
Bundesweite Demonstration in Hamburg am 20. Februar, Bahnhof Sternschanze um 12 Uhr
Gouverneur Thomas Ridge hat lange angekündigt, den Hinrichtungsbefehl gegen den afro-amerikanischen Journalisten Mumia Abu-Jamal zu unterzeichnen.
Bereits am 29. Oktober 1998 hatte der Oberste Gerichtshof von Pennsylvania den Antrag von Mumia auf ein Wiederaufnahmeverfahren abgelehnt. Diese Ablehnung stellt einen entscheidenden Punkt im juristischen Kampf um Mumia Abu-Jamal dar und signalisiert die politische Entscheidung, daß Mumia auf jeden Fall hingerichtet werden soll.
Mumia Abu-Jamal ist ein preisgekrönter Schriftsteller und revolutionärer afro-amerikanischer Journalist in den USA. Als Jugendlicher war er Mitbegründer und Informationsleutnant der Black Panther Party in Philadelphia (Pennsylvania). Später hat er jahrelang als Journalist in Philadelphia die rassistische Brutalität der Polizei entlarvt. Am 9. Dezember 1981 wurde Mumia von der Polizei angeschossen, zusammengeschlagen und fast getötet. Bei dem gleichen Zwischenfall starb ein Polizist.
Im Sommer 1982 wurde Mumia Abu-Jamal wegen Mordes an dem Polizisten angeklagt. In einem eindeutig manipulierten Prozeß wurde er des Mordes schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Nachweislich wurde die Zusammensetzung der Geschworenen rassistisch manipuliert, Zeugen massiv bedroht und eingeschüchtert. Mumia wurde das Recht, sich selbst zu verteidigen, verweigert und ihm wurde zwangsweise ein unwilliger Pflichtverteidiger zugewiesen. Entlastende Beweise wurden nicht untersucht oder unterschlagen. Wegen fehlender finanzieller Mittel konnten von Mumia keine Sachverständige und Gutachten bezahlt werden. Der gesamte Prozeß wurde von einer rassistischen Hetzkampagne einer rechtsradikalen Polizeivereinigung (Fraternal Order of Police, FOP) begleitet, der vorsitzende Richter war Mitglied dieser Polizeivereinigung.
Seitdem sitzt Mumia in der Todeszelle. Die Fakten und Beweise, die Mumias jetziges Verteidigungsteam zusammengetragen hat, belegen, daß der Prozeß aus politischen Motiven gegen einen verhaßten schwarzen Aktivisten geführt wurde.
Wir dürfen nicht zulassen, daß Mumia Abu-Jamal ein Opfer von staatlichem Mord wird!
1995 konnte Mumias Hinrichtung durch den Druck einer massiven internationalen Kampagne verhindert werden. Die US-Regierung war gezwungen, diesen Hinrichtungstermin auszusetzen.
Die jetzige Situation ist jedoch keine bloße Wiederholung von 1995, sondern ist die letzte Entscheidungsphase im Kampf um das Leben von Mumia Abu-Jamal. Dabei darf sich keinesfalls der Illusion eines juristischen Weges oder Lösung hingegeben werden. Auch wenn Mumias Anwaltsteam Berufungsanträge und eine Aussetzung der Hinrichtung beantragen werden, kann dies jedoch überhaupt kein Grund für eine Entwarnung sein, denn Mumia befindet sich in der beschleunigten Hinrichtungsmaschinerie. Selbst ein eventueller Aufschub (für den es keine Garantie gibt), würde sich in einem Zeitrahmen von Wochen bewegen.
Die Entscheidung fällt nicht in irgendeinem Gerichtssaal, sondern auf der Straße. Die internationale Kampagne muß JETZT verstärkt werden, um den politischen Preis so hoch zu treiben, daß die USA gezwungen werden, die Hinrichtung auszusetzen und Mumia freizulassen. Es ist daher dringend notwendig, daß sich Menschen aus allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen aktiv an der Kampagne für Mumia beteiligen.
Nur so kann erzwungen werden, die Hinrichtung zu stoppen, und das Ziel der Kampagne, Mumias Freiheit zu erkämpfen, erreicht werden. Nur so kann seine jetzt fast 17 Jahre andauernde menschenunwürdige Gefangenenschaft in der Todeszelle beendet werden.
Bundesweite Demonstration in Hamburg am 20. Februar, Bahnhof Sternschanze um 12 Uhr
Stoppt die Hinrichtung!
Freiheit für Mumia Abu-Jamal!
Weg mit der Todesstrafe!
Bundesweites Treffen der Mumia Abu-Jamal Unterstützungsgruppen
Kontakt:
Kampagne Mumia Abu-Jamal
c/o Postfach 150332
28093 Bremen
Tel: 0421-35 40 29
Fax: 0421-35 39 18
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