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[Quelle: Flugblatt]

NPD-Aufmarsch verhindern!

Am 17. April nach Frankfurt/Oder

Für Samstag den 17.4.99 hat die rechtsextreme Nazi-Sammelpartei NPD und ihre Jugendorganisation JN in Frankfurt/Oder eine bundesweite Demonstration angemeldet. Sie steht unter dem Motto "Soziale Gerechtigkeit durch nationale Solidarität". Zu diesem Aufmarsch werden rund 500 Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet. Als speziellen "Leckerbissen" locken die Nazis mit dem NPD-Parteivorsitzenden Udo Voigt, der seine Hetztiraden auch in Frankfurt verbreiten will. Nach den erfolgreichen Demonstrationen in Magdeburg und Angermünde wollen sie nun ihren durch Hetzkampagnen geprägten Wahlkampf zur Europawahl und speziell zu den naheliegenden Landtagswahlen in Brandenburg, hier fortsetzen.
Treffen wollen sich die Nazis um 13.00 Uhr am Frankfurter Bahnhof. Die endgültige Demoroute steht noch nicht fest, da die von der NPD angemeldete Strecke als sehr unwahrscheinlich gilt. Hiernach soll der Auftakt um 13.00 Uhr am Brunnenvorplatz neben dem Einkaufszentrum Oderturm sein. Von da an soll sich der Aufmarsch durch das Zentrum Frankfurts erstrecken, bis er gegen 16.00 Uhr am Rathaus endet. Hier wollen die Faschisten ihre Abschlußkundgebung abhalten.
So sieht es die Planung der NPD vor. Es ist allerdings damit zu rechnen, daß die Demo in einen anderen Stadtteil verlegt wird, da diese Route zu lang und schwer zu sichern ist.

Frankfurt - ein braunes Nest?

In Frankfurt/Oder hat die NPD/JN bereits fest Fuß gefaßt. Nach außen hin als friedliche Normalbürgerpartei, täuscht sie mit gepflegtem Image eine auf dem Grundgesetz basierende, friedliche und damit durchaus lukrative Partei vor, und verzéichnet Erfolge. So konnte die NPD in Frankfurt bei den letzten Kommunalwahlen mit einem Vertreter ins Stadtparlament einziehen. Doch das wahre Gesicht der Nazis sieht ganz anders aus.
Unter dem in der Oderstadt lebenden NPD-Kader Jörg Hähnel und seinen Sinnesgenossen werden Jugendliche in den Kreis der organisierten rechtsextremen Szene integriert und zu nationalistischem Denken erzogen. Diese Arbeit fruchtet.
Überfälle auf ausländische Menschen und politisch Andersdenkende stehen in Frankfurt auf der Tagesordnung. So wurden allein im Januar bei sechs Übergriffen mehrere Jugendliche verletzt und mußten teils ärztlich behandelt werden. Der Höhepunkt lag am 16. Januar. Nachdem etwa 50 Rechtsextreme (unter ihene waren auch NPD-Mitglieder) Gäste von verschiedenen Lokalen und Clubs anpöbelten und AusländerInnen im Stadtzentrum bedrohten, zogen 35 Nazis zum Bahnhof und überfielen dort einen marokkanischen Asylbewerber, den sie schlugen und mit Springerstiefeln verletzten.

Wir werden deshalb noch lange kein Fußbreit zurückweichen und am 17. April eindeutig zeigen, wer in diesem Lande der Herr im Hause ist! Wir werden mit Vielfalt statt Einfalt unseren bunten Widerstand auf die Straße tragen und den Aufmarsch mit allen Mitteln zu be- bzw. verhindern wissen. Jedoch werden wir uns nicht auf das geistige Niveau dieser Nazis herablassen und mit Gewalt auf ihre hohlen Parolen antworten. Denn uns gehen die Argumente nicht so schnell aus wie den Faschisten! Am 17. April werden im ganzen Stadtgebiet verschiedenste Aktivitäten stattfinden, zu denen wir euch brauchen. Ob Straßenfest, Techno-Party oder Punk-Konzert - das Ziel ist klar:

Kein Fußbreit den Faschisten!
Ob in Frankfurt oder anderswo!

Auf Worte müssen Taten folgen, deshalb am 17. April aus den Federn und auf die Straße!

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