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[Quelle: Von den Partisan.net-Webseiten]

Es wurde klargestellt, daß...

Ein parteilicher Bericht vom öffentlichen Ratschlag am 6.7.1999.

Am Montag, den 6. Juli 1999 trafen sich im Mehringhof rund 30 Leute, um die Zukunft des Partisan.net als linkes&radikales Bündnisprojekt für Gegenöffentlichkeitsarbeit im Internet zu diskutieren. Darunter befanden sich Leute von hanfnet.org, vom Gegeninformationsbüro, von der Berliner Mietergemeinschaft, vom Revolutionären Funken, vom trend, von espero, der SDS-Website und dem Projekt Interconti. Desweiteren waren Leute von der AG Netzkritik, vom Aurora-Buchversand, dem Thommy-Weisbecker-Haus, von der Fachschaftsini am OSI, von der Projektgruppe FU, vom Kritischen Anti-Kriegsplenum und dem Haus der Demokratie anwesend.

Der Grund dieses Meetings war die Aufkündigung der Zusammenarbeit der Partisan.net GbR mit dem Partisan.net-Verein, weil dieser sich völlig affirmativ gegenüber dem Mißbrauch des Partisan.net für rechte Promotion durch die Kalaschnikow-Gruppe verhalten hatte. Ein weiterer Diskussionsbedarf war durch die vom Provider erzwungene Löschung rassistischer und völkischer Texte des Bernd Rabehl vom Partisan.net Server und die Kündigung aller Verträge mit der Kalaschnikow-Gruppe entstanden.

Allerdings - und das versuchten Günter Langer und Karl-Heinz Schubert in ihren einleitenden Statements zunächst rüberzubringen - sollte dieser Ratschlag weniger zurück blicken. Vielmehr wünschten sie sich, daß die NutzerInnen des Partisan.net Server bessere Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen für das selbstorganisierte elektronische Publizieren entwickeln. Dazu legten sie nochmal anhand des Konflikts mit der Kalaschnikow-Gruppe dar, inwieweit sich die formaldemokratischen Vereinsstrukturen als inkompatibel zu Selbstorganisations- und Internetstrukturen erwiesen hatten. Diesen Rückblick nutzen die drei anwesenden Vertreter der Kalaschnikow-Gruppe Volker Nielsen, Nicolai Röschert und Stefan Pribnow, um den anderen eine rückwärtsgerichtete Debatte aufzudrängen, worin sie sich von dem Vorwurf der Promotion für Rechts und eigenen rechten Tendenzen weißzuwaschen versuchten.

Als Stefan Pribnow sich nach zig Aufforderungen weiterhin weigerte, hinsichtlich seiner politischen, verlegerischen und persönlichen Beziehungen zu rechten Kreisen, wie sie etwa von Rabehl, Staadt und Mahler repräsentiert werden, Stellung zu beziehen, wurde er des Raumes verwiesen. Als auch Volker Nießen und Nicolai Röschert danach wenig Anstalten machten aufzuzeigen, wie sie rechtes Gedankengut offensiv bekämpfen wollen, sondern stattdessen nur lakaienartige Lippenbekenntnisse formulierten, wurde klargestellt, daß auch sie nichts im Partisan.net zu suchen hätten. Damit bestätigten die anwesenden PartisanInnen nochmal explizit die Richtigkeit des Vorgehens des Providersgegen die Kalaschnikow-Gruppe.

Obgleich alle Anwesenden einerseits bedauerten, daß ihnen dieKalaschnikow-Gruppe quasi Zeit gestohlen hatte, war man sich andererseitseinig, daß hierdurch die Notwendigkeit der Formulierung gemeinsamer politischer Grundsätze für das Partisan.net - gerade auch in Abgrenzung zu solchen reaktionären Kräften wie die Kalaschnikow-Gruppe - sehr deutlich geworden sei. Daher wurde für die Ausarbeitung einer solchen Erklärung ganz kurzfristig ein Treffen für den 12.7.19999 vereinbart. Außerdem bestand auch darin Konsens, für die selbstorganisierte Internetpräsenz alsbald tragfähige Stukturen zu schaffen. Als ersten Schritt konstituierten sich - ohne viel formales Klimbim - die Anwesenden als Plenum des Partisan.net, das nunmehr am 12.7. das erste Mal tagen wird.



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