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[Quelle: Pressemeldung der VeranstalterInnen]
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So 5.9.99
im Ex15°° Café
19°° leckeres Essen
20°° Diskussion |
Diskussionsveranstaltung zum Thema Krieg, Flucht und Perspektive von Widerstand |
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Der Kosovo-Krieg ist 'vorbei', doch ein nächster kommt bestimmt. Zu diesem Krieg gab es so gut wie keine sichtbare praktische Antikriegsposition. Stattdessen Verunsicherung, Desorientierung und Rückgriff auf überkommene linke Positionen. |
| Ziel der Veranstaltung |
ist es noch einmal einige Aspekte dieses Krieges zu beleuchten, um zu einer Position zu kommen, die in Hinblick auf zukünftige kriegerische Auseinandersetzungen unsere Handlungsfähigkeit wieder herstellt. Wir wissen auch, dass dies nicht in einer Veranstaltung zu lösen sein wird, möchten aber mit unseren Gästen aus den unterschiedlichen Strömungen in eine Diskussion darüber kommen. Über eine rege Beteiligung, die auch Widersprüche zuläßt, würden wir uns sehr freuen.
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| Zum Rahmen der Veranstaltung: |
Alle ReferentInnen sind gebeten, ihre Positionen in einer Viertelstunde auf den Punkt zu bringen, damit Raum für Nachfragen und für die anschließende Diskussion bleibt.
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| Unsere Fragen: |
Eröffnen die Analysen und Situationen der Flüchtlinge und Deserteure eine politische Perspektive gegen den Siegfrieden jetzt und zukünftige Kriege der BRD/EU? Wie kann eine Perspektive gegen das deutsche Militär entwickelt werden? Lassen sich antirassistische, antimilitaristische und antipatriarchale Positionen zukünftig zu einer Antikriegsposition verbinden? Welchen Stellenwert hat die Desertion und die Unterstützung von Flüchtlingen für eine den Krieg innerhalb des eigenen Landes sabotierende Position? Oder leiten sich aus den Referaten noch ganz andere Fragestellungen ab?
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| Zu den Referaten: |
Das erste Referat übernimmt das FFM (Forschungsgesellschaft Flucht und Migration). Uns interessiert eine Analyse der Situation der Flüchtlinge vor, während und nach diesem Krieg, die als Manövriermasse der verschiedenen Kriegsparteien eingesetzt werden. Und welche Interessen sich dahinter abzuzeichnen beginnen, die Rückschlüsse auch auf künftige Kriege unter aktiver Beteiligung Deutschlands und der EU zulassen. Also ein globaler Blick auf den Zusammenhang von Militär und Militarisierung von Regionen und Flüchtlingspolitik. (zugesagt)
Da in allen politischen Analysen der klassischen Linken der Zusammenhang zwischen Militär, Patriarchat und Männlichkeit gerne unterschlagen wird, haben wir explizit eine Referentin zu diesem Thema eingeladen. Die Mitarbeiterin der antimilitaristischen Zeitschrift Illoyal kann bei Bedarf auch deutlich machen, dass Frauen in der Bundeswehr den oben benannten Zusammenhang nicht in Frage stellen werden. (zugesagt)
Um einen konkreten Einblick der Situation der Flüchtlinge hier wird es gehen, wenn einE MitarbeiterIn des Bündnisses gegen das AsylbewerberInnenleistungsgesetz von den Heimen in Berlin erzählt und den gerade stattfindenden Kämpfen um minimale menschenwürdige Lebenssituationen. Und welche Vorstellungen einer Unterstützung im Zusammenhang mit den Kämpfen und dem Siegfrieden in Ex-Jugoslawien es gibt. (angefragt)
Unter den legal und illegal hier lebenden Ex-JugoslawInnen befinden sich viele Männer. Diese wären in ihren Heimatländern potentielle Soldaten als Zwangsrekrutierte oder Freiwillige der ein oder anderen Kriegsseite geworden. Eine Antikriegsposition, welche die Desertion von Soldaten propagieren will, tut gut daran, sich den Status von den Deserteuren oder Totalverweigerern in diesem Land zu vergegenwärtigen. Gibt es Erfahrungen mit Desertion aus dem deutschen Militär während des Krieges oder andere Anknüpfungspunkte? Dazu wird die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär einen Bitrag halten. (zugesagt)
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