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Quelle: Infocafé Aachen - 15.9.2000
Kalenderpanden-Newsletter Nr. 2
1) Die Solidaritätsbewegung
2) Möglichkeiten zur Soli im Vorfeld
3) notwendige Technix im Vorfeld
4) Kalenderpanden-Termine für FrühstarterInnen
1) Die Solidaritätsbewegung
Die Kalenderpanden sind weit über die Grenzen Amsterdams bekannt. Im Zusammenhang mit Demos, aber auch für Leute auf der Durchreise haben sie immer wieder als Unterkunft gedient. Viele Bands und andere Gruppen, die in Amsterdam unterwegs waren, haben dort ein Kurzzeit-Zuhause gefunden. "Linke Touris" aus Deutschland wurden auch desöfteren beherbergt. Die Kalenderpanden sind beliebt, weit über die eigene Szene hinaus. Die Kalenderpanden mobilisieren quasi europaweit zu dem anstehenden Räumungsversuch. In Amsterdam und den Niederlanden überhaupt weiss die ganze Szene um die Bedeutung der Kalenderpanden. Das alles wird sich in einer sehr guten bis fantastischen Resonanz auf die Aufrufe zu Aktionstagen, Demo und Räumungsverhinderung zeigen.
Wir schätzen eine deutlich sichtbare, breite Solidarität als ein sehr wirksames Mittel ein, tatsächlich zur Verhinderung einer Räumung beizutragen. Es geht zur Abwechslung mal nicht um ein Event, dessen Ausgang vorher schon feststeht, sondern es ist tatsächlich möglich, die Räumung der Kalenderpanden noch sehr lange hinauszuschieben, wenn nicht dauerhaft zu verhindern! So plump das klingt, kann den solidarischen Gruppen aus Deutschland dabei die Rolle zufallen, bei den zuständigen Behörden einen gewissen Respekt zu erzwingen.
Wir erinnern uns: Vor dem EU-Gipfel 1997 in A'dam hatte sich in der Stadt eine (durchaus ernstgemeinte) Panik vor den anreisenden "Autonomen und Chaoten aus Deutschland" breit gemacht. Woher die diese Einschätzung nehmen, wissen wir auch nicht, aber mensch kann sie ganz gut für sich nutzen. Wir halten es für sehr wichtig und sinnvoll, einen deutlich wahrnehmbaren "internationalen" Soliblock - oder auch explizit einen aus Deutschland - auf die Beine zu stellen. Bei den Aktionstagen im allgemeinen und auf der Demo im speziellen.
Wir regen hiermit an, im Vorfeld der Demo in A'dam ein entsprechendes Koordinierungstreffen zu organisieren. Wir aus Aachen werden uns bei einem solchen Treffen einbringen, sehen uns aber nicht in der Lage, das im grösseren Stil alleine zu organisieren. Da sind alle gefragt!
Für das Ruhrgebiet und Bergische Land haben Menschen vom Infoladen Mülheim die Mobilisierung übernommen. Zu erreichen unter
riot@army.net
Wir empfehlen Nachahmung. Auf der letzten Kalenderpanden-Demo im Januar waren ca. 50 Leute aus Deutschland. Das solltezu toppen sein.
2) Möglichkeiten zur Soli im Vorfeld
Mobilisiert!!!
Davon abgesehen freuen sich ein paar Leute ganz besonders über Solipost... Was die Botschaften und Konsulate angeht, übrigens ein sehr probates Mittel, wenn die Post nicht gerade von den üblichen Verdächtigen kommt, sondern von "seriösen" Einrichtungen und/oder Personen, die neoliberalistische Innenstadtpolitik gar nicht so toll finden...
Der Makler, der die Bonzenappartments bauen will, ist der Herr
Boer Hartog Hooft
Tel. 0031 20 5405520
Fax 0031 20 6464536
boerhartog@boerhartog.nl
Ob der Mensch auch Projekte in anderen (vielleicht grenznahen) Städten oder sogar hierzulande laufen hat, wissen wir nicht... würden uns über entsprechende Infos aber sehr freuen.
Nicht ganz ohne Einfluss und Verantwortung auf und für niederländische Politik sind...
die Niederländische Botschaft in Berlin
Friedrichstrasse 95
20. und 21. Stock :-(
10117 Berlin
Tel. 030 209560
Fax 030 20956441
nlgovbln@bln.nlamb.de
...und die niederländischen Konsulate, die in den Telefonbüchern folgender Städte zu finden sind: Aachen, Bremen, Emden, Dresden, Duisburg, Hannover, Kleve, Koblenz, Köln und Münster.
Das niederländische Konsulat in Aachen ist dabei auch bequem von zuhause zu erreichen... ein Grund, warum sich da die Solipost wegen uns gerne stapeln darf...
oeschwei@aachen.ihk.de
Viel Spass!
3) notwendige Technix im Vorfeld
Nur drei Sachen:
Ab dem 2. Oktober sind die Bullen befugt zu räumen. Die Kalenderpanden-NutzerInnen rechnen - ohne nähere Angaben über die Gründe für diese Vermutung zu machen - fest mit einem Räumungsversuch am Dienstag, den 3. Oktober. Wir können uns durchaus vorstellen, dass die Bullen nach dem Aktionswochenende einfach ein paar Tage warten... kalkuliert das in eure Planungen ein! Wenn's geht, vielleicht mal die ganze Woche "frei nehmen" für's Erste... Sollten sie es doch schon dienstags probieren, wäre dann wenigstens Zeit für ne ausgiebige Feier mit den AmsterdamerInnen. Ausserdem: Investiert ein paar Mark Fuffzig für einen ordentlichen Stadtplan, am besten schon zuhause. Mit so'nem Teil ist Amsterdam total einfach zu durchschauen, ohne dafür umso komplizierter. Und: Kümmert Euch rechtzeitig um Pennplätze (am besten sofort). Meistens schaffen die AmsterdamerInnen es, ausreichend davon aus dem Hut zu zaubern. Aber mailt vorher kurz an die Kalenderpanden, das klappt auch deutschsprachig:
entrepot@dds.nl
Macht's nicht allzu kompliziert. Sagt einfach, wann ihr kommen wollt, wie lange ihr bleibt, und wie viele Leute ihr ungefähr sein werdet. Die Menschen in Amsterdam müssen das dann alles planen - macht also verbindliche Angaben!
4) Kalenderpanden-Termine für FrühstarterInnen
Für alle, die etwas eher los wollen, ein paar Veranstaltungstermine der Kalenderpanden:
(evtl. Änderungen zu finden unter: www.kalenderpanden.nl)
Mittwoch, 27.09. ab 21 Uhr "Kraakgeluiden in de Binnenstad".
Elektronischer und akustischer Improvisations-Musikabend. Eintritt 5 hfl (ca. 4,50 DM)
Donnerstag, 28.09. ca. 19.30 Uhr: vegane VoKü für 4 hfl. Unbedingt persönlich oder telefonisch unter Tel. 4206645 reservieren ab mittags um 13 Uhr.
auch Donnerstag, ab 21 Uhr "Country music Hall of Fame!!!" - Film und Livemusik
danach Aktionswochenende, Demo und keine Räumung!
infocafe-aachen@gmx.de
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