Termine | Adressen | Volxküchen | Themen | Links | Kontakt | Download | Startseite

[Quelle: Antifaschistisches Aktionsbündnis III [A3] - 1.9.2000]

Demonstration "Kein Vergeben - Kein Vergessen!" in Berlin-Buch

Antifaschistisches Aktionsbündnis III [A3]
Postfach 580724, 10415 Berlin
Email: a3.berlin@firemail.de
Tel.: 0171-74 21 922

Berlin den 16.9.2000

Pressemitteilung

Demonstration "Kein Vergeben - Kein Vergessen!" in Berlin-Buch
23. Einsatzhundertschaft wie gewohnt gewalttätig gegen DemonstrantInnen
Zwei Festnahmen während der Demonstration

Ca. 300 Menschen gedachten heute Nachmittag des Obdachlosen Dieter E. ("Beethoven"), welcher bereits am 25. Mai diesen Jahres in Berlin-Buch von Neo-Nazis ermordet wurde. Aufgerufen hatte das Antifaschistische Aktionsbündnis III [A3].

Die Verschleierung der Tat, insbesondere des rechtsextremen Motives, durch die Ermittlungsbehörden über fast drei Monate sorgten in der medialen Öffentlichkeit für Schlagzeilen. "Dass dies kein Einzelfall ist, war schon seit längerer Zeit bekannt. Vertuschen und Verschleiern hat in Deutschland System. Den 24 Todesopfern rechtsextremistischer Gewalt der letzten zehn Jahre in der Statistik der rot-grünen Bundesregierung steht tatsächlich eine dreistellige Zahl entgegen, wie AntifaschistInnen und JournalistInnen ermittelten", so ein Sprecher des Bündnisses.

Auf der Demonstration selbst kam es zu Rangeleien mit den Beamten der 23. Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei. Mehrfach versuchten diese, offensichtlich willkürlich, Menschen aus dem Demonstrationszug zu ziehen. Dabei gingen die Polizisten äußerst brutal vor, zwei Personen wurden festgenommen.

Trotzdem wertet das A3 die Demonstration als positiv. Es ist gelungen, in Buch Öffentlichkeit zu schaffen. SchülerInnen aus Buch schlossen sich dem Zug an. Froh ist man im Bündnis auch über das Engagement der Bezirksbürgermeisterin. Anders als in weiten Teilen Deutschlands nimmt Frau Grunwald das Problem des Rechtsextremismus sehr ernst. Unterstützung von Ihr hat es bereits in der Vergangenheit gegeben - die heutige Einweihung des Josef-Garbáty-Platzes am S-Bahnhof Pankow ist ein Erfolg der gemeinsamen Arbeit in den beiden zurückliegenden Jahren.

Nach bislang unbestätigten Berichten soll es am S-Bahnhof Karow zu Auseinandersetzungen zwischen abreisenden DemonstrationsteilnehmerInnen und rechts gerichteten Jugendlichen gekommen sein, welche ständig am Rande der Demonstrationsroute präsent waren.

E-Mail an Stressfaktor
E-Mail an den Stressfaktor
Termine | Adressen | Volxküchen | Links | Kontakt | Download | Startseite | Anfang dieser Seite