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Quelle: Berliner Zeitung - 27.11.2001

Keine NPD am Alexanderplatz

Auch BVV-Parteien mobilisieren gegen Aufmarsch

Der Widerstand gegen den Aufmarsch Rechtsextremer am 1. Dezember wird immer stärker. Wie berichtet, wollen 4 000 Rechtsextreme aus ganz Deutschland durch die Spandauer Vorstadt ziehen und gegen die Wehrmachtsausstellung protestieren. Sie eröffnet morgen in den "Kunst-Werken" an der Auguststraße.

Unterdessen wird es immer unwahrscheinlicher, dass die Anhänger von NPD und "freien Kräften" auf ihrer geplanten Route durch das frühere Zentrum jüdischen Lebens marschieren können. "Wir verhandeln über Ausweichrouten", sagte eine Sprecherin der Innenverwaltung am Montag. Voraussichtlich am Donnerstag oder Freitag stehe Näheres fest. Die Rechten haben ihren Aufmarsch von der Friedrichstraße unter anderem über die Oranienburger, durch die Auguststraße und die Torstraße zum Alexanderplatz geplant. Dass am Alex die Abschlusskundgebung stattfinden kann, ist mittlerweile unwahrscheinlich. Die Versammlungsbehörde kann wegen des benachbarten Weihnachtsmarktes keine Sicherheit garantieren. Auch auf der Demoroute selbst sind in den vergangenen Tagen mehrere Gegenkundgebungen angemeldet worden. Nach dem Bezirksamt fordern nun auch sämtliche Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung von Mitte "alle Berlinerinnen und Berliner" auf, sich auf der Oranienburger Straße dem Aufmarsch entgegenzustellen. Entsprechende Flugblätter sind in den vergangenen Tagen in die Hausbriefkästen der Umgebung geworfen worden. Auf der Demo-Route wollen sich auch hunderte Mitglieder des Bundes der Antifaschisten treffen. Die Antifa und autonome Gruppen haben unterdessen angedroht, mit "dezentralen Aktionen" den Aufmarsch zu stoppen.

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