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Quelle: Berliner Zeitung - 29.11.2001
Anschlag auf Bürogebäude der S-Bahn
Militante Autonome beschädigten Fenster
Lutz Schnedelbach
Mitglieder der militanten autonomen Szene Berlins haben offenbar in der Nacht zum Mittwoch einen Anschlag auf zwei Bürogebäude der S-Bahn GmbH in der Invalidenstraße in Mitte verübt. Personen wurden nicht verletzt. Es entstand erheblicher Sachschaden. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.
Ein Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes, der für die S-Bahn GmbH arbeitet, hatte gegen 1.20 Uhr drei Unbekannte beobachtet, die Fensterscheiben und Türen mit Hämmern beschädigten. Der Augenzeuge alarmierte den Bundesgrenzschutz (BGS). Als die Beamten vom Bahnhof Zoo in der Invalidenstraße eintrafen, waren die Täter geflüchtet. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. Am Tatort fanden die Polizisten mehrere Pflastersteine, einen roten Ziegelstein sowie einen Maurerhammer. Außerdem stellten die Beamten 23 Flugblätter sicher, in denen sich die "Militante Antifa Berlin" zu dem Anschlag bekennt. In den Schreiben heißt es sinngemäß: Am 1.12. werde die S-Bahn nicht die Sicherheit ihrer Fahrgäste gewähren können - "Keine Ruhe für Faschisten und diejenigen, die sie unterstützen". Die Verfasser beziehen sich damit auf eine Demonstration der rechtsextremen NPD, die am kommenden Sonnabend in Mitte geplant ist. Die Organisatoren rechnen mit 4 000 Teilnehmern. Linke Gruppierungen haben bereits massiven Protest gegen die Demonstration angekündigt.
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