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Naziaufmarsch am 1.12. in Berlin verhindern!

Kurzmeldungen der Nachrichtenagenturen zum geplanten Naziaufmarsch am 1.12.2001 in Berlin.

Route der NPD-Demonstration weiter unklar
Die umstrittene Route der für heute angekündigten NPD-Demonstration in Berlin ist offenbar geändert worden. Aus der Senatsinnenverwaltung verlautete, der Aufmarsch werde voraussichtlich nicht an der Synagoge in der Oranienburger Straße vorbeiführen. Die genaue Route ist nicht bekannt. Nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" hat die Versammlungs-Behörde beschlossen, die Rechtsextremisten komplett an der Spandauer Vorstadt vorbeizuleiten. Der NPD-Aufmarsch richtet sich gegen die neue Ausstellung über Verbrechen der Wehrmacht, die in dieser Woche in Berlin-Mitte eröffnet wurde. Ein breites Bündnis von Parteien, Gewerkschaften und Kirchen hat zu Protestveranstaltungen gegen den NPD-Marsch durch das traditionelle jüdische Viertel aufgerufen.
Quelle: InfoRadio Berlin 01.12.2001 - 08:16 Uhr

NPD will durch Berliner Innenstadt marschieren
Berlin (dpa) - Mehrere tausend Rechtsextremisten wollen heute durch das historische jüdische Viertel Berlins marschieren. Anlass für den Neonazi Aufmarsch ist die Ausstellung zu den Wehrmachtsverbrechen im Zweiten Weltkrieg. Die Polizei will nach Medienberichten versuchen, den Demonstrationszug um das Viertel herumzulenken, um Konfrontationen mit Gegendemonstranten zu vermeiden. Der voraussichtlich bisher größte Neonazi-Aufmarsch seit Kriegsende in Berlin findet trotz heftiger Proteste aus dem In- und Ausland statt.
Quelle: Yahoo! Schlagzeilen 01.12.2001 - 04:08 Uhr

Proteste gegen NPD-Aufmarsch in Berlin
Berlin (ddp). Der für heute geplante Aufmarsch der rechtsextremistischen NPD in Berlin trifft auf breiten Widerstand. Ein Bündnis von Gewerkschaften, Kirchen, Parteien und Gruppen ruft zu Protestveranstaltungen auf. Führende Vertreter der Jüdischen Gemeinde kündigten an, sich dem Neonazi-Aufzug in den Weg zu stellen. Mit den Protesten soll verhindert werden, dass die NPD an der neu konzipierten Wehrmachtsausstellung im ehemaligen jüdischen Viertel in Mitte vorbeizieht. Die Polizei will wegen des NPD-Zuges und auf Grund zahlreicher Gegenkundgebungen 3.500 Beamte einsetzen.
Quelle: BerlinOnline 01.12.2001 - 01:06 Uhr

NPD-Route geändert?
Die Route der morgigen NPD-Demonstration in Berlin wird voraussichtlich so geändert, dass sie nicht an der Synagoge in der Oranienburger Straße vorbeiführt.
Das verlautete aus der Senatsinnenverwaltung. Einzelheiten wollte man aber nicht bekannt geben. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Spiegel, und der SPD-Innenexperte Wiefelspütz hatten im SFB-Hörfunk scharf gegen die Demonstration im historischen jüdischen Viertel protestiert. Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde hatte Sitzblockaden angekündigt.
Offenbar soll der Neonazi-Aufmarsch aber wie geplant zur Auguststraße führen, wo die Ausstellung über die Verbrechen der Wehrmacht wiedereröffnet wurde.
Ein breites Bündnis von Parteien, Gewerkschaften und Kirchen hat für morgen Gegendemonstrationen angekündigt.
Quelle: InfoRadio Berlin 30.11.2001 - 20:07 Uhr

NPD darf laut Zeitung nicht durch das jüdische Viertel ziehen
Berlin (AP) Die Proteste gegen den für Samstag geplanten NPD-Aufzug durch das jüdische Viertel in Berlin haben nach Informationen der "Berliner Zeitung" (Samstagausgabe) Wirkung gezeigt. Die etwa 4.000 Rechtsextremisten, die gegen die Wehrmachtsausstellung demonstrieren wollen, dürfen nicht durch die Spandauer Vorstadt und das Scheunenviertel ziehen, wie die Zeitung berichtete.
Die Versammlungsbehörde lenke ihre Route an dem traditionellen jüdischen Viertel vorbei. Gegen einen Marsch durch diesen Stadtteil hatten die Jüdische Gemeinde und zahlreiche andere Organisationen protestiert. Lediglich der Antreteplatz der Neonazis am S-Bahnhof Friedrichstraße solle bleiben. Näheres über den aktuell geplanten Routenverlauf sei noch nicht bekannt. Die Polizeiführung schloss laut "Berliner Zeitung" weitere Routenänderungen nicht aus. Wie schon am 3. Oktober wollen Veranstalter und Polizei die wirkliche Route geheim halten, um Gegendemonstranten fern zu halten.
Quelle: BerlinOnline 30.11.2001 - 19:36 Uhr

Spiegel warnt vor Einsatz der Polizei gegen Juden
Berlin (AFP) - Unmittelbar vor der für Samstag geplanten Demonstration der rechtsextremen NPD in Berlin hat der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, vor einem Einsatz der Polizei gegen Juden gewarnt. «Ein unerträglicher Gedanke, dass wir da wieder an Bilder erinnert werden, an die wir gar nicht erinnert werden möchten und die uns unvorstellbar sind, dass Polizei Juden wegträgt,» sagte Spiegel am Freitag im Inforadio Berlin-Brandenburg. Er forderte erneut eine Verlegung der NPD-Route und kritisierte die Entscheidung der Berliner Behörden, eine rechtsextreme Demonstration im Zentrum des jüdischen Lebens in der Hauptstadt zuzulassen.
Quelle: BerlinOnline 30.11.2001 - 17:09 Uhr

Regierung nennt NPD-Demo eine "unerträgliche Provokation"
Berlin (AP) Die Bundesregierung sieht in der für (den morgigen) Samstag in Berlin geplanten NPD-Demonstration durch das historische jüdische Viertel der Hauptstadt nach den Worten ihres Sprechers Uwe-Karsten Heye "eine ziemlich unerträgliche Provokation". Die überarbeitete Wehrmachtausstellung, gegen die sich die Demonstration richte, sei für die Bundesregierung ein schmerzlicher, aber notwendiger Teil der Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus, sagte Heye am Freitag in Berlin.
Die Bundesregierung stehe an der Seite der Jüdischen Gemeinde und allen, die sich am Samstag friedlich gegen die Demonstration stellen wollten, betonte der Regierungssprecher. Zugleich sprach er den Berliner Sicherheitsbehörden das Vertrauen aus, dass es zu keinen gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten kommen und dass die Polizei umsichtig und sachgerecht agieren werde.
Quelle: BerlinOnline 30.11.2001 - 12:53 Uhr

Wiefelspütz kritisiert Entscheidung zu NPD-Demo in Berlin - SPD-Politiker: Route hätte geändert werden können
Berlin (AFP) - Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, hat dem Berliner Senat vorgeworfen, zu wenig Einfluss auf die Route der für Samstag geplanten NPD-Demonstration genommen zu haben. Die Berliner Behörden hätten «da sehr wohl Gestaltungsräume» sagte Wiefelspütz am Freitag im Berlin-Brandenburger Inforadio mit Blick auf den geplanten Marsch durch das frühere jüdische Viertel der Hauptstadt. Der Berliner Innensenat hatte am Donnerstag entschieden, dass die von der NPD angemeldete Demonstration gegen die neu eröffnete Wehrmachtsausstellung unter Auflagen stattfinden darf. Die Route durch das Scheunenviertel, in dem vor dem Zweiten Weltkrieg viele Juden gelebt hatten, wurde dabei weitgehend bestätigt.
Quelle: BerlinOnline 30.11.2001 - 11:06 Uhr

Trotz heftiger Proteste NPD-Demo in Berlin
Berlin (dpa) - Trotz heftiger Proteste aus dem In- und Ausland darf die NPD am kommenden Samstag erneut in Berlin demonstrieren. Ein Verbot der Versammlung sei rechtlich ausgeschlossen, hieß es bei der Innenverwaltung. Die NPD will gegen die Wehrmachtsausstellung protestieren, die im historischen jüdischen Viertel zu sehen ist. Bürgerinitiativen, Politiker und Prominente riefen zu Gegenaktionen auf. Rabbiner und der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin kündigten an, sich den Rechtsextremisten in den Weg zu stellen.
Quelle: Yahoo! Schlagzeilen 29.11.2001 - 18:33 Uhr

Auflagen für NPD-Aufmarsch in Berlin - Antikonfliktteams im Einsatz
Berlin (ddp-bln). Für den am Samstag in Berlin geplanten NPD-Aufmarsch haben Polizei und Innenverwaltung zahlreiche Auflagen erteilt. Ein Verbot sei eingehend geprüft worden, nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aber nicht möglich, sagte die Sprecherin der Senatsinnenverwaltung, Svenja Schröder-Lomb, am Donnerstag. Aus Protest gegen den NPD-Aufzug haben zahlreiche Einzelpersonen und Organisationen zu Gegendemonstrationen und Kundgebungen aufgerufen.
Quelle: BerlinOnline 29.11.2001 - 16:21 Uhr

Simon-Wiesenthal-Center fordert Verbot für Berliner NPD-Aufmarsch
Berlin (ddp). Das Simon-Wiesenthal-Center in Los Angeles fordert das Verbot des für Samstag geplanten Neonazi-Aufmarsches durch das historische jüdische Viertel in Berlin. Es sei «unfassbar, dass die Juden in Berlin am Sabbat mit aufmarschierenden Nazis konfrontiert» würden, noch dazu vor Gotteshäusern, schreibt Rabbi Abraham Cooper von der jüdischen Dokumentationsstätte in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an den deutschen Botschafter in Washington. Die angekündigte Demonstration der Rechtsextremen soll am Ort der neuen Wehrmachtsausstellung nahe der Synagoge in der Oranienburger Straße vorbeiführen.
Quelle: BerlinOnline 29.11.2001 - 10:32 Uhr

Neue Wehrmachtsausstellung zieht Besucher und Kritik an
Berlin (AP) Die neue Wehrmachtsausstellung stößt einen Tag nach der Eröffnung auf großes Besucherinteresse und zieht gleichzeitig wieder scharfe Angriffe aus dem rechten Lager auf sich. Bis zum frühen Mittwochnachmittag hatten schon rund 600 Interessierte die Schau in Berlin besucht, wie eine Sprecherin des Ausstellungshauses Kunst-Werke am Mittwoch mitteilte. Es gebe einen stetigen Strom von Besuchern.
Unterdessen griff der Fuldaer CDU-Abgeordnete Martin Hohmann die Ausstellung und deren Gründer Jan Philipp Reemtsma an: "Reemtsma versucht mit der Ausstellung die Reinwaschung seiner Familie. Sie hat mit Systemnähe in der NS-Zeit Riesenprofite gescheffelt. Zweifache Opfer sind die Wehrmachtssoldaten: Damals, im Zweiten Weltkrieg, zerstörten sie mit Nikotin und Teer aus Reemtsma-Zigaretten ihre Lungen und betäubten ihr Hungergefühl. Heute sind sie als alte Männer der wissenschaftlich daherkommenden verallgemeinernden Schmähkritik der Reemtsma-Ausstellung ausgesetzt."
Quelle: BerlinOnline 28.11.2001 - 14:06 Uhr

Antifa attackiert Berliner S-Bahn
Berlin (ddp-bln). Die Gruppe «Militante Antifa Berlin» hat die S-Bahn in der Hauptstadt attackiert. Durch Steinwürfe beziehungsweise Hammerschläge zerstörten Unbekannte am Mittwoch insgesamt elf Schaufensterscheiben eines S-Bahn-Kundencenters und des Verwaltungsgebäudes der Deutschen Bahn im Bezirk Mitte, teilte ein Polizeisprecher mit. Am Tatort sei ein Bekennerschreiben der «Militanten Antifa» gefunden worden. Darin wird auch auf die geplante Demonstration der rechtsextremistischen NPD am Samstag Bezug genommen.
Quelle: BerlinOnline 28.11.2001 - 12:31 Uhr

Neue Wehrmachtsausstellung in Berlin eröffnet
Berlin (dpa) - Unter starken Sicherheitsvorkehrungen ist in Berlin die neue Ausstellung über die Verbrechen der Wehrmacht eröffnet worden. Die Schau bekräftige die These, wonach die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg systematisch an Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung und der Ermordung der Juden in Ost- und Südosteuropa beteiligt war, sagte Ausstellungs-Initiator Jan Philipp Reemtsma. Die umstrittene erste Schau war im November 1999 wegen falscher Beschriftung einiger Bilder abgesetzt worden.
Quelle: Yahoo! Schlagzeilen 27.11.2001 - 18:55 Uhr

«Spiegel»: Polizei befürchtet Krawalle bei Neonazi-Kundgebung
Berlin (ddp-bln). Die Polizei befürchtet Krawalle bei der geplanten Demonstration von Rechtsextremisten am 1. Dezember in Berlin. Wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» im seiner jüngsten Ausgabe berichtet, wollen militante Neonazis und die NPD mit deutschlandweiten Demonstrationen die Wiedereröffnung der neu konzipierten Wehrmachtsausstellung verhindern. Der NPD-Bundesvorstand habe einen Marsch mit 6.000 Teilnehmern angemeldet, der unmittelbar an den Ausstellungsräumen des Instituts für Sozialforschung in Berlin-Mitte vorbeiführen soll. Antifa-Gruppen hätten bereits angekündigt, den rechten Aufmarsch «mit allen Mitteln verhindern» zu wollen.
Quelle: BerlinOnline 24.11.2001 - 11:49 Uhr

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