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Quelle: Presseerklärung [autonome gruppen/unabhängiger block] - 3.5.2001
Merry Mayday Mr. Werthebach!!!
Der Verlauf des diesjährigen Revolutionären 1. Mai war für die Verbotspolitik des Innensenators E. Werthebach ein totales Desaster. Es ist dem Innensenat nicht gelungen, die Inhalte des Revoutionären 1. Mai von der Straße zu verbannen. Die Solidaritätsbewegung gegen das Verbot reichte bis ins linksliberale Lager hinein. Tausende von Menschen demonstrierten solidarisch gegen das Verbot.
Innensenator Werthebach hat die Konfrontation gesucht und gefunden. Der Oranienplatz war um 18 Uhr von starken Polizeikräften abgeriegelt. Zur gleichen Zeit griffen andere Einsatzkräfte das Straßenfest auf dem Mariannenplatz massiv mit Tränengasgranaten an und räumten unvermittelt den Mariannenplatz. Eine Panik unter den Tausenden Anwesenden wurde bewußt provoziert und in Kauf genommen, obwohl sich viele ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern auf dem Fest aufhielten.
Herr Werthebach hat in Kreuzberg die Machtfrage gestellt und verloren. Durch den Versuch, mittels 9000 PolizeibeamtInnen aus der gesamten BRD das Verbot der Revolutionären 1. Mai Demonstration durchzusetzen, provozierte der Innensenat massiven Protest und Widerstand der Kreuzberger Bevölkerung. Die Empörung wurde durch die gleichzeitige Genehmigung eines faschistischen Aufmarsches noch weiter gesteigert.
Die Losung "First of May-Judgement Day!" fällt in den Berliner Armutshochburgen Kreuzberg und Neukölln in Anbetracht der massiven Verelendung ohnehin auf fruchtbaren Boden. Die komplette Abriegelung des Oranienkiezes durch Einsatzkräfte in den späten Abendstunden des Revolutionären 1. Mai brachte der Einsatzleitung nur eins: die Verlagerung des Widerstandes nach Neukölln; eine bisher nicht dagewesene Entwicklung...
Innensenator Werthebach ist mit seiner Strategie, den Revolutionären Ersten Mai von den Straßen Kreuzbergs und Neuköllns zu verbannen, klar gescheitert. Die Kreuzberger und Neuköllner Bevölkerung, sowie die autonome und antifaschistische Bewegung haben dem Innensenator die Grenzen seiner Macht aufgezeigt.
In diesem Sinne:
INNENSENATOREN KOMMEN UND GEHEN;
DER REVOLUTIONÄRE ERSTE MAI BLEIBT IN BERLIN!!!
fon: 0171 903 30 51
email: der-erste-mai@gmx.de
[autonome gruppen/unabhängiger block]
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