Termine | Adressen | Volxküchen | Themen | Links | Kontakt | Startseite

Transgenialer CSD Kreuzberg

Seid furchtbar und mehret Euch!

Unter diesem Motto werden wieder tausende Lesben, Schwule, Transen, Tucken, Dykes, Intersexe und alle die es werden wollen (...) am 22. Juni den Christopher Street Day 2002 in Kreuzberg feiern. In Erinnerung an den Aufstand in New York von 1969, als vor allem Minderheiten wie hispanische und schwarze Tunten, Lesben und Stricher sich gegen die Polizeirazzien wehrten, wollen wir gemeinsam für eine Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse feiern und demonstrieren, und nicht für eine Integration in diese. Dabei geht es uns auch darum, über den schwul-lesbisch-transgender Tellerrand hinaus zu gucken und gesellschaftliche Zusammenhänge zu erkennen.

Sa. 22.06.2002
16.00 Uhr Oranienplatz

Im renitenten Kreuzberg fängt einfach jedes gute Outdoor Event am Oranienplatz an! Während in den vergangenen Jahren alle durstig und ungeduldig darauf warteten, dass sie nun endlich ihre politische Gesinnung auf die Strasse tragen durften, wird diesmal alles besser. Zeit genug die ein oder andere Parole auch mal im Kanon einzuproben! Geboten werden Agitationsreden, Animationsprogramme in Form von kleinen Showacts, Verlesung der 12 Gebote des trangenialen CSD’s und das beste: Es gibt auch was zu trinken! Für die Beschallung des Platzes sorgt DJ Djenny.

18.00 Uhr Oranienplatz - Heinrichplatz
Die fußschonenste Demo des Tages!!!

19.00 Uhr Heinrichplatz
Kundgebung mit Redebeiträgen mit Show oder war's Show mit Kundgebung mit Redebeiträgen? Egal! In bekannter Kreuzberger Art werden sich Showacts mit Redebeiträgen abwechseln. Die einen werden murren über zuwenig Inhalt, die andern über zuviel davon, doch unbeirrt werden wir aufklären über Dinge wie Zweigeschlechtlichkeit und Tuntentrash präsentieren! Moderation: Fatma de Winter und Antonio Caputo – DJane Ipek

21.00 Uhr SO 36
Doppelherzparty - die CSD-Party in Kooperation mit dem SchwuZ. DJs: Ha.Jo (Motown), KHandan (Oriental), Monique & Gloria Viagra (DISCO/RETRO/ROCK), Dana (TechHouse).

23.00 Uhr SchwuZ
Doppelherzparty - die CSD-Party in Kooperation mit dem SO36. DJs: Kenny Dee, mikky_p, Modeopfer, Radio Victor, Kolibri


Eröffnungsveranstaltung der Woche des trangenialen CSD:

15.6.02
22.00 Uhr Supamolly (Jessener Str.)
"Es muss ein Rock durch Friedrichshain gehen"
Rattenbarparty mit der Frauen-Ska Band "Wonderbra" und div. DJs.

18.6.02
18.30 Uhr SBZ-Krähenfuss, Ostflügel der HUB, Eingang über Dorotheenstr.
Filmvorführung von mutvilla im Rahmen der transgenialen CSD


Seid furchtbar und mehret Euch!
Die 12 Gebote des Transgenialen CSD Kreuzberg 2002


1. Es gibt weder "gerechte" noch "humane" Kriege! Wer Bundeswehreinsätze mit Auschwitz rechtfertigt, verharmlost die deutsche Geschichte! Jeder Krieg richtet sich gegen die Zivilbevölkerung, egal unter welchem Slogan: Gerecht, Humanitär, Kreuzzug... Gegen kriegsunterstützende Berichterstattung in den Medien! Schwerter zu Modeschmuck! Nie wieder Krieg!

2. Die Rechte von Lesben, Schwulen, Transgender, Zwittern ... müssen zum Thema in internationalen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen werden! Gleiche Rechte und Anerkennung für Lesben, Schwule, Transgender, Zwitter weltweit!

3. Asyl für Transsexuelle, Frauen, Lesben und Schwule – Bleiberecht für Alle! Die Mär vom "Zuwanderungsstrom", von der "Asylantenschwemme", von der "Ausländerflut" sind rassistische Instrumente. Wir fordern offene Grenzen für alle! Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes – kein Aushungern von Flüchtlingen! Chipkartenwahn und Fresspakete, Wertgut- und Kostenübernahmescheine sind staatlicher Rassismus – weg damit! Bargeld für alle!

4. Die Abschaffung der Lufthansa, KLM, Tarom .... Deportation Class! Wir fordern den sofortigen Stopp aller Abschiebungen! Stoppt Flüge mit Menschen, die abgeschoben werden sollen! Steht auf, macht Krach, beschwert Euch!

5. Gegen Rassismus in der Medizin! Voller und freier Zugang zur medizinischen Versorgung für alle MigrantInnen! Wir fordern den gleichberechtigten Zugang zu Spenderorganen für alle Menschen und verurteilen eine Praxis, die medizinische Hilfe einer menschenverachtenden Kosten-Nutzen-Logik unterwirft! Wir fordern den freien Zugang zu künstlicher Befruchtung für alle, die es wollen, sowie die Entmachtung der Bundesärztekammer als faktischer Gesetzgeber!

6. Stoppt den alltäglichen Rassismus! Wir haben keine Lust auf rassistische Kriminalstatistiken und –reporte! Keine Koketterie mit Nazisymbolen und braunem Sumpf als Kick auf Parties und in Pornos!

7. Gegen die Ausgrenzung und Verarmung von Menschen mit HIV und AIDS und für deren soziale Absicherung und optimale medizinische Versorgung. Wir fordern existenzsichernde Einkommen für Menschen mit HIV und AIDS! Positive und Erkrankte sollen auf Wunsch bevorzugt ins Erwerbsleben einbezogen werden und souverän über die ihnen zugestandenen Pflegegelder verfügen können! Medikamente für alle Betroffenen! Keine Abschiebung von Menschen mit HIV und AIDS!

8. Keine Normierung von Sexualität und Geschlecht - Wahlverwandschaft statt Homo-Ehe/Eingetragener Partnerschaft. Wir fordern die Streichung des Schutzes der Ehe aus dem Grundgesetz! Das Konzept von Homo-Ehe bzw. Eingetragener Partnerschaft ist ein Instrument staatlicher Einmischung in unsere Lebensweisen! Die EHE taugt nur zum SCHEIN!

9. Das Ende der Gewalt gegen Transsexuelle und Transgenders. Wir wollen eine Gesellschaft, in der das Geschlecht keine Rolle mehr spielt! Nieder mit Hellblau und Rosa! Wir fordern den freien Zugang zu Vornamen und jeglichem Geschlecht für alle Menschen! Und das ohne entmündigende Begutachtung!

10. Stopp der Genitalverstümmelungen bei intersexuellen Kindern. Wir fordern das sofortige Ende von Genitalverstümmelungen an intersexuellen Kindern! Die Gelder, die heute von den Krankenkassen für die medizinische Vernichtung von Intersexualität ausgegeben werden, sollen künftig in die Infrastruktur und in die psychologische Beratung von Intersexen fließen!

11. Politik läuft wie geschmiert. Berlin leistet sich die Bankgesellschaft, soziale und kulturelle Projekte bluten aus!

12. Sicheres Mindesteinkommen statt Innere Sicherheit - Soziale Absicherung statt Sicherheitsterror! Parfüm für alle statt Gesinnungsschnüffelei! Freiheit stirbt mit Sicherheit!

Kontaktadresse für weitere Informationen, Bildmaterial, Interviews
Das ZK der Vorbereitungen zu den Juni-Feierlichkeiten 2002
c/o SO36, Oranienstr. 190, 10999 Berlin
Tel: 614 01 307/8 - Fax: 616 09 268
www.so36.de - sub.opus@snafu.de

E-Mail an Stressfaktor
E-Mail an den Stressfaktor
Termine | Adressen | Volxküchen | Links | Kontakt | Startseite | Anfang dieser Seite